Warnungen über aktuelle Betrugsmaschen

Stuttgart, 25.01.2026: Anlagebetrug mit falschen Zertifikaten und erfundenen Partnern


Im Zusammenhang mit Anlagebetrug taucht immer öfter ein Muster auf, das auf den ersten Blick seriös wirkt, Kriminelle arbeiten mit gefälschten Zertifikaten, erfundenen Treuhändern und angeblichen Kooperationen mit bekannten Unternehmen, um Vertrauen aufzubauen und Menschen zum Investieren zu bringen.

Der Einstieg passiert häufig über Social Media Werbung oder ein professionell wirkendes Video, manchmal sogar als manipuliertes Promi Video. Die Botschaft ist fast immer gleich, hohe Gewinne in kurzer Zeit und begrenztes Angebot. Wer Interesse zeigt, hinterlässt Kontaktdaten und wird kurz darauf kontaktiert. Danach wird das Gespräch schnell in einen privaten Chat sowie in privaten Gruppen verlagert, mit Fake-Followern und Fake-Investoren, die angebliche Gewinne dort kommunizieren.

Dort wird ein möglichst überzeugendes Expertenprofil vorgetäuscht durch angebliche Zertifikate, Lizenznachweise, Treuhandschreiben oder Dokumente mit Logos und Unterschriften. Diese Unterlagen sollen Autorität ausstrahlen und Seriosität beweisen. Das Problem ist, dass solche Dokumente heute sehr leicht gefälscht und mit wenigen Anpassungen auf neue Namen ausgestellt werden können.

Mein Orientierungspunkt: Nicht jedes Dokument ist echt, nur weil es professionell aussieht. Wer in private Chats gezogen wird, wer schnelle Gewinne versprochen bekommt und wer mit Zertifikaten oder angeblichen Kooperationen überzeugt werden soll, sollte innehalten, unabhängig prüfen und sich nicht drängen lassen. Seriöse Unternehmen / Institutionen kommunizieren Anlageentscheidungen sowie Dokumente nicht über Chats.


Stuttgart, 31.12.2025: Vorsicht bei „Krypto-Recovery“-Angeboten in Suchmaschinen

Über Suchmaschinen werden zunehmend Treffer von vermeintlichen Dienstleistern ausgespielt, die „Krypto-Recovery“-Leistungen – also Kryptorückholungen bzw. Geldrückholungen nach Betrug – anbieten. Auch ein vorhandenes Impressum ist dabei kein automatischer Seriositätsnachweis. Gerade bei Angeboten zur „Rückholung“ von Geldern nach Krypto-/Forex-Betrug („Recovery Services“) sollten Betroffene genau hinschauen und sich nicht allein von formalen Angaben wie Rechtsform, vertretungsberechtigten Personen, Registerdaten oder – bei angeblich anwaltlichen Leistungen – benannten Anwälten und einer angeblichen Kammerzugehörigkeit beruhigen lassen. Kriminelle schrecken nicht davor zurück, auch solche Angaben zu übernehmen oder zu fälschen – teils mit Daten, die zwar real existieren, jedoch nicht zu ihnen gehören. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Vorkosten verlangt werden oder im Verlauf weitere Gebühren („Steuern“, „Compliance“, „Verifizierung“) entstehen.

Stuttgart, 01.12.2025: 500.000 Euro verloren und es begann mit 250 Euro

Erneut wurde eine Person Opfer eines Cyber-Trading-Betrugs und verlor über eine halbe Million Euro an eine falsche Trading-Plattform. Diese Masche ist mittlerweile so bekannt wie der Enkeltrick und trotzdem funktioniert sie.

Warum?
Weil Täter psychologisch arbeiten:
Vertrauen, Zeitdruck, künstliche Gewinne, professionell gestaltete Websites.
Das Muster bleibt immer gleich, sie werden durch KI nur schneller und besser.

Wichtig:
Krypto-Investments sind heute kein Nerd-Thema mehr. Niemand braucht dubiose „Berater“, um in Kryptowährungen zu investieren.

Ein sicherer Einstieg ist möglich, über:
• lizenzierte Kryptobörsen
• regulierte Handelsplätze
• Banken

Seriöse Anbieter zahlen jederzeit aus.
Sie verlangen keine Vorabgebühren, keine Freischaltungskosten, keine Steuerzahlungen an die Plattform und auch keine angeblichen „Compliance-Gebühren“.

Bitte teilen Sie diese Warnung auch mit Menschen, die digital weniger affin sind, denn genau sie erreicht diese Information oft nicht.

Stuttgart, 28.11 2025: Betrügerische Jobangebote über iMessage/WhatsApp 

 

Es kursieren vermehrt falsche Jobangebote, die über iMessage oder WhatsApp versendet werden. Angeboten werden angebliche Produkt-Tester-Jobs mit 150–450 € Tagesverdienst und „kostenlosen Schulungen“. 

Woran Sie den Betrug erkennen: 

  • Unverlangte Kontaktaufnahme über Messenger
  • Internationale oder unbekannte Nummern
  • Unrealistisch hohe Verdienstversprechen
  • Aufforderung, mit „Ja“ zu antworten oder auf WhatsApp zu wechseln
  • Verweis auf Teams im Ausland

 

 Die Gefahren die dabei lauern sind: 

  • Datendiebstahl
  • Finanzielle Verluste
  • Weiterer Betrug über Krypto/„Task“-Modelle

 
Was Sie tun können:

  •  Nicht antworten 
  •  Keine Daten angeben 
  •  Keine Links öffnen 
  •  Absender blockieren 
  •  Als Spam melden 



Stuttgart, 21.11.2025:  Der Betrug mit „On-Chain-Investitionsprogrammen“

Derzeit werden über Messenger-Dienste Nachrichten verbreitet, in denen ein angebliches „On-Chain-Investitionsprogramm“ im Namen einer bekannten Kryptobörse beworben wird. In den Meldungen,  die unter Verwendung Marken- und Logoelemente verbreitet werden, werden tägliche Renditen von bis zu 15 % sowie „Airdrops“ im Wert von 1.000 bis 1.000.000 USDT in Aussicht gestellt. Zudem wird ein externer WhatsApp-Link bereitgestellt, über den Interessierte einer sogenannten „Community“ beitreten sollen.

Bewertung der Merkmale

  • Kommunikation über private Messenger-Dienste wie WhatsApp wird von regulierten Kryptodienstleistern grundsätzlich nicht genutzt.
  • Renditeversprechen in Höhe mehrerer Prozent pro Tag sind in beaufsichtigten Finanzmärkten nicht darstellbar.
  • Die verwendete Telefonnummer weist auf international eingesetzte Kontaktstrukturen hin, die häufig im Zusammenhang mit Romance- und Investmentbetrug stehen.
  • Der Zweck solcher Gruppen besteht erfahrungsgemäß darin, Verbraucher schrittweise zu Einzahlungen in nicht nachweisbare „On-Chain-Investitionen“ zu bewegen.


Diese Fälle zeigen, dass Täter zunehmend Markenidentitäten imitieren, Logos kopieren und Produktbezeichnungen missbräuchlich verwenden, um Seriosität vorzutäuschen. Durch KI-gestützte Inhalte und tiefgreifendes Social Engineering steigt die Qualität solcher Fälschungen.


Seien Sie bei ungewöhnlichen Renditeversprechen, Aufforderungen zu Einzahlungen über Messenger-Dienste oder bei der missbräuchlichen Nutzung bekannter Marken besonders zurückhaltend und prüfen Sie die Herkunft der Angebote sorgfältig.